Die Abbildung von Risk-Sharing im Rahmen der Rechnungslegung von Vorsorgeverpflichtungen : Lösungsmöglichkeiten für die Bilanzierung nach IFRS in der Schweiz
Type
doctoral thesis
Date Issued
2013
Author(s)
Abstract (De)
Mitte 2011 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den Rechnungslegungsstandard zur Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) in einer überarbeiteten Version publiziert. Die neuen Vorschriften sind für Bilanzperioden, welche am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Durch die neuen Regelungen, welche in erster Linie die Bilanzierung von Vorsorgeverpflichtungen betreffen, wurden einige Wahlrechte im Standard abgeschafft und die Berechnung des Vorsorgeaufwandes leicht verändert. Die Konsequenzen aus diesen Veränderungen für die Jahresrechnungen von Schweizer Unternehmen sind stellenweise zwar durchaus wesentlich, lassen sich aber aus heutiger Sicht bereits vorausplanen und abschätzen.
Anders sieht es hingegen mit einer zusätzlichen Neuerung aus: Die Vorschriften verlangen erstmalig, dass ein sogenanntes Risk-Sharing bei der Ermittlung der Vorsorgeverpflichtung berücksichtigt wird. Mit dem Begriff Risk-Sharing ist dabei die Eigenschaft eines Vorsorgeplanes gemeint, die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der beruflichen Vorsorge dem angeschlossenen Arbeitgeber nicht alleine zuzurechnen. Da diese Anforderung in der Schweiz regelmässig erfüllt ist und die Risikoteilung bisher unberücksichtigt blieb, haben die neuen Vorschriften an dieser Stelle eine Veränderung der Bilanzierungspraxis zur Folge.
Unmittelbar aus den neuen Bestimmungen in IAS 19 lässt sich jedoch nur ableiten, wie und wo ein Risk-Sharing Effekt zu erfassen und auszuweisen ist, nicht aber, in welcher Art und Weise dessen Höhe bestimmt werden soll. Aus diesem Grund entwickelt die vorliegende Dissertation fünf unterschiedliche Methoden zur bilanziellen Abbildung von Risk-Sharing in der Schweiz und evaluiert diese. Zusammenfassend zeigt sich dabei, dass es aus Sicht einer tatsachengetreuen Darstellung im Sinne der internationalen Rechnungslegung unzulässig ist, die Unterdeckung einer Vorsorgeeinrichtung vollständig beim Arbeitgeber zu passivieren. Die vorliegende Arbeit plädiert deshalb dafür, Sanierungsmassnahmen zur Behebung einer Unterdeckung nicht erst bei ihrem rechtsverbindlichen Beschluss, sondern bereits vorgängig im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung (best estimate) zu berücksichtigen.
Anders sieht es hingegen mit einer zusätzlichen Neuerung aus: Die Vorschriften verlangen erstmalig, dass ein sogenanntes Risk-Sharing bei der Ermittlung der Vorsorgeverpflichtung berücksichtigt wird. Mit dem Begriff Risk-Sharing ist dabei die Eigenschaft eines Vorsorgeplanes gemeint, die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der beruflichen Vorsorge dem angeschlossenen Arbeitgeber nicht alleine zuzurechnen. Da diese Anforderung in der Schweiz regelmässig erfüllt ist und die Risikoteilung bisher unberücksichtigt blieb, haben die neuen Vorschriften an dieser Stelle eine Veränderung der Bilanzierungspraxis zur Folge.
Unmittelbar aus den neuen Bestimmungen in IAS 19 lässt sich jedoch nur ableiten, wie und wo ein Risk-Sharing Effekt zu erfassen und auszuweisen ist, nicht aber, in welcher Art und Weise dessen Höhe bestimmt werden soll. Aus diesem Grund entwickelt die vorliegende Dissertation fünf unterschiedliche Methoden zur bilanziellen Abbildung von Risk-Sharing in der Schweiz und evaluiert diese. Zusammenfassend zeigt sich dabei, dass es aus Sicht einer tatsachengetreuen Darstellung im Sinne der internationalen Rechnungslegung unzulässig ist, die Unterdeckung einer Vorsorgeeinrichtung vollständig beim Arbeitgeber zu passivieren. Die vorliegende Arbeit plädiert deshalb dafür, Sanierungsmassnahmen zur Behebung einer Unterdeckung nicht erst bei ihrem rechtsverbindlichen Beschluss, sondern bereits vorgängig im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung (best estimate) zu berücksichtigen.
Language
German
Keywords
IAS 19
IAS
IFRS
Pension Accounting
Risk-Sharing
Liability Ceiling
HSG Classification
not classified
Refereed
No
Publisher
Druckzentrum ETH
Publisher place
Zürich
Start page
266
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
225718
File(s)![Thumbnail Image]()
Name
dis4165.pdf
Size
3.84 MB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
c1433cc026bc75291aef922d1ba376b2