Ein adäquates Mittel zur Finanzberichterstattung?
Journal
io new management
ISSN
0019-9281
ISSN-Digital
1660-5683
Type
journal article
Date Issued
2006-10-20
Author(s)
Abstract (De)
Die neuen Gesetzesvorschriften, die der Sarbanes-Oxley-Act mit sich bringt, bedeuten für Schweizer Firmen viel Aufwand, generieren aber auch grossen Nutzen.
Die Massnahmen, die mit dem amerikanischen Sarbanes-Oxley-Act (SOX) 2002 eingeführt wurden, stehen für eine wirksame Corporate Governance, eine zuverlässige und korrekte Finanzberichterstattung sowie für die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. Mit der Finanzberichterstattung 2006 sind ausländische Unternehmen, die an US-Börsen kotiert sind so genannte «Foreign Private Issuers» verpflichtet, die verschärften Anforderungen einzuhalten. In der Schweiz arbeiten die betroffenen Unternehmen wie Credit Suisse, ABB, Swisscom, Syngenta und UBS daran, die entsprechende Regulierung umzusetzen.
Seit diesem Jahr müssen ausländische Unternehmen, die an US-amerikanischen Börsen kotiert sind, die neuen Bestimmungen, die der Sarbanes-Oxley-Act (SOX) mit sich bringt, einhalten. Beim SOX handelt es sich um ein US-Gesetz zur Verbesserung der Unternehmensberichterstattung, das als Folge von Bilanzskandalen von Unternehmen wie Enron oder Worldcom ins Leben gerufen wurde. Benannt ist das Gesetz nach seinen Verfassern, dem Senator Paul S. Sarbanes und dem Abgeordneten Michael Oxley.
Mit der Umsetzung des SOX wurden in den Unternehmen Fragen aufgeworfen, wie und mit welchem Umfang die neuen Anforderungen im Detail zu interpretieren sind. In der Schweiz wie auch in anderen Ländern hat dabei der extraterritoriale Einfluss der amerikanischen Gesetzgebung Reaktionen ausgelöst. Hinterfragt wurde nicht nur die Berechtigung einer Regulierung mit grenzüberschreitender Wirkung, sondern auch die Kosten-Nutzen-Aspekte, die den Unternehmen mit der geforderten Beurteilung, Verbesserung und Dokumentation der «Internal Control» entstehen.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Unternehmen eine kontinuierliche und akzeptierte Best Practice erst nach mehrmaliger SOX-Zertifizierung erwarten können. Dennoch sind bereits heute Folgen für die Gesellschaften erkennbar. Die nachfolgenden Ausführungen gehen auf die Umsetzung des SOX in den Schweizer Unternehmen ein, die an der New York Stock Exchange (NYSE) kotiert sind. Grundlage sind die Ergebnisse einer in der zweiten Jahreshälfte 2005 durchgeführten Umfrage sowie Experteninterviews mit Verwaltungsräten, Managern, Internen Revisoren und Wirtschaftsprüfern.
Die Massnahmen, die mit dem amerikanischen Sarbanes-Oxley-Act (SOX) 2002 eingeführt wurden, stehen für eine wirksame Corporate Governance, eine zuverlässige und korrekte Finanzberichterstattung sowie für die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität. Mit der Finanzberichterstattung 2006 sind ausländische Unternehmen, die an US-Börsen kotiert sind so genannte «Foreign Private Issuers» verpflichtet, die verschärften Anforderungen einzuhalten. In der Schweiz arbeiten die betroffenen Unternehmen wie Credit Suisse, ABB, Swisscom, Syngenta und UBS daran, die entsprechende Regulierung umzusetzen.
Seit diesem Jahr müssen ausländische Unternehmen, die an US-amerikanischen Börsen kotiert sind, die neuen Bestimmungen, die der Sarbanes-Oxley-Act (SOX) mit sich bringt, einhalten. Beim SOX handelt es sich um ein US-Gesetz zur Verbesserung der Unternehmensberichterstattung, das als Folge von Bilanzskandalen von Unternehmen wie Enron oder Worldcom ins Leben gerufen wurde. Benannt ist das Gesetz nach seinen Verfassern, dem Senator Paul S. Sarbanes und dem Abgeordneten Michael Oxley.
Mit der Umsetzung des SOX wurden in den Unternehmen Fragen aufgeworfen, wie und mit welchem Umfang die neuen Anforderungen im Detail zu interpretieren sind. In der Schweiz wie auch in anderen Ländern hat dabei der extraterritoriale Einfluss der amerikanischen Gesetzgebung Reaktionen ausgelöst. Hinterfragt wurde nicht nur die Berechtigung einer Regulierung mit grenzüberschreitender Wirkung, sondern auch die Kosten-Nutzen-Aspekte, die den Unternehmen mit der geforderten Beurteilung, Verbesserung und Dokumentation der «Internal Control» entstehen.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Unternehmen eine kontinuierliche und akzeptierte Best Practice erst nach mehrmaliger SOX-Zertifizierung erwarten können. Dennoch sind bereits heute Folgen für die Gesellschaften erkennbar. Die nachfolgenden Ausführungen gehen auf die Umsetzung des SOX in den Schweizer Unternehmen ein, die an der New York Stock Exchange (NYSE) kotiert sind. Grundlage sind die Ergebnisse einer in der zweiten Jahreshälfte 2005 durchgeführten Umfrage sowie Experteninterviews mit Verwaltungsräten, Managern, Internen Revisoren und Wirtschaftsprüfern.
Language
German
Keywords
Wirtschaftsprüfung
External Audit
Externe Revision
Sarbanes-Oxley Act (SOX)
HSG Classification
contribution to practical use / society
Refereed
No
Publisher
Axel Springer Schweiz
Publisher place
Zürich
Number
11
Start page
30
End page
37
Pages
8
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
61899
File(s)![Thumbnail Image]()
open.access
Name
Ein adäquates Mittel zur Finanzberichterstattung.pdf
Size
69.93 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
d40fca25d78b03598d0b0cacc227707b