ChatGPT als Forschungs- und Schreibassistent: Eine empirische Untersuchung und didaktische Integration in die akademische Lehre
Type
conference contribution
Date Issued
2025
Author(s)
Abstract (De)
Hintergrund: Die wachsende Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) stellt Studierende und Lehrende vor neue Herausforderungen im wissenschaftlichen Schreiben. KI-Werkzeuge wie ChatGPT können Schreibprozesse unterstützen, gefährden jedoch möglicherweise kritische Reflexion und eigenständiges Arbeiten. (Cotton et al., 2024; Gulumbe et al., 2024)
Fragestellung: Diese Studie untersucht die studentische Nutzung von ChatGPT als Schreibassistent, dominante Unterstützungsebenen und resultierende didaktische Implikationen für die Hochschullehre.
Theoretische Verortung: Die Untersuchung basiert auf Boyd-Graber et al.’s (2023) Modell mit sechs Stufen der KI-Nutzung für wissenschaftliches Schreiben – von sprachlichen Korrekturen bis zur Generierung neuer Inhalte. Hyland’s (2008) genre-basierte Forschungs- und Schreibdidaktik wird ergänzend herangezogen, die wissenschaftliche Textstrukturen und akademische Schreibkonventionen betont und als Rahmen für die didaktische ChatGPT-Integration dient.
Methodischer Zugang: Die Studie basiert auf einer quantitativen Online-Umfrage unter 266 Wirtschafts- und Rechtswissenschaftsstudierenden einer Schweizer Hochschule (September-Oktober 2024). Sie untersuchte Häufigkeit und Form der ChatGPT-Nutzung für verschiedene Schreibaufgaben nach Boyd-Graber et al. (2023). Die Nutzungsfrequenz wurde per 5-Punkt-Likert-Skala erfasst, statistisch analysiert und per multipler Regressionsanalyse ausgewertet.
(Erwartete) Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende ChatGPT überwiegend für sprachliche Unterstützung (z.B. Grammatik- und Rechtschreibprüfung) nutzen, während inhaltliche und analytische Aufgaben (z.B. Argumentationsentwicklung, Textstrukturierung, Konzeptbildung) seltener genutzt werden. Sie bleiben auf einer komfortablen Ebene mit sprachlichen Korrekturen und einfachen Umformulierungen, anstatt ChatGPT als Reflexions- oder Strukturierungshilfe für komplexere Forschungs- und Schreibaufgaben zu nutzen.
Relevante/mögliche Implikationen: Diese Ergebnisse verdeutlichen Bedarf an didaktischer Integration von KI in der Hochschullehre. Wir schlagen ein genre-basiertes Konzept für Erstsemester vor, das einen reflektierten ChatGPT-Einsatz in Forschungsphasen fördert. Hochschulen erhalten damit eine Grundlage zur Vermittlung verantwortungsvoller KI-Nutzung in wissenschaftlichen Texten und zur Etablierung kritischer Reflexion generativer KI als Teil akademischer Bildung.
Fragestellung: Diese Studie untersucht die studentische Nutzung von ChatGPT als Schreibassistent, dominante Unterstützungsebenen und resultierende didaktische Implikationen für die Hochschullehre.
Theoretische Verortung: Die Untersuchung basiert auf Boyd-Graber et al.’s (2023) Modell mit sechs Stufen der KI-Nutzung für wissenschaftliches Schreiben – von sprachlichen Korrekturen bis zur Generierung neuer Inhalte. Hyland’s (2008) genre-basierte Forschungs- und Schreibdidaktik wird ergänzend herangezogen, die wissenschaftliche Textstrukturen und akademische Schreibkonventionen betont und als Rahmen für die didaktische ChatGPT-Integration dient.
Methodischer Zugang: Die Studie basiert auf einer quantitativen Online-Umfrage unter 266 Wirtschafts- und Rechtswissenschaftsstudierenden einer Schweizer Hochschule (September-Oktober 2024). Sie untersuchte Häufigkeit und Form der ChatGPT-Nutzung für verschiedene Schreibaufgaben nach Boyd-Graber et al. (2023). Die Nutzungsfrequenz wurde per 5-Punkt-Likert-Skala erfasst, statistisch analysiert und per multipler Regressionsanalyse ausgewertet.
(Erwartete) Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende ChatGPT überwiegend für sprachliche Unterstützung (z.B. Grammatik- und Rechtschreibprüfung) nutzen, während inhaltliche und analytische Aufgaben (z.B. Argumentationsentwicklung, Textstrukturierung, Konzeptbildung) seltener genutzt werden. Sie bleiben auf einer komfortablen Ebene mit sprachlichen Korrekturen und einfachen Umformulierungen, anstatt ChatGPT als Reflexions- oder Strukturierungshilfe für komplexere Forschungs- und Schreibaufgaben zu nutzen.
Relevante/mögliche Implikationen: Diese Ergebnisse verdeutlichen Bedarf an didaktischer Integration von KI in der Hochschullehre. Wir schlagen ein genre-basiertes Konzept für Erstsemester vor, das einen reflektierten ChatGPT-Einsatz in Forschungsphasen fördert. Hochschulen erhalten damit eine Grundlage zur Vermittlung verantwortungsvoller KI-Nutzung in wissenschaftlichen Texten und zur Etablierung kritischer Reflexion generativer KI als Teil akademischer Bildung.
Language
German
Keywords
künstliche Intelligenz (KI)
wissenschaftliches Schreiben
empirische Studie
didaktische Integration
akademische Lehre
Event Title
Jahrestagung 2025 der DGfE-Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Event Location
Darmstadt, Germany