Gefühlsskripte und tertiäre Gefühle : Zwei konzeptuelle Vorschläge zum Zusammenhang von Gefühlen und Gesellschaft
ISBN
978-3-531-17411-2
Type
book section
Date Issued
2012
Author(s)
Editor(s)
Schnabel, Annette
Schützeichel, Rainer
Abstract (De)
Seit einiger Zeit sind die Gefühle in aller Munde, in Ratgebern und Illustrierten wie in der Theorie. Dieses Interesse zieht sich durch verschiedene Disziplinen, auch in der Sozialtheorie. Das mit gutem Grund, bieten die Gefühle doch eine neue Perspektive auf die Sozialität jenseits der verkürzenden und oft leibvergessenen modelltheoretischen Annahmen von rational choice und Systemtheorie sowie der verführerischen Idealwelten von Kommunikation und Anerkennung. Doch wie ist die gesellschaftliche Relevanz der Gefühle genauer zu begreifen? Die These dieses Beitrags ist, dass menschliche Gefühle zu einem Gutteil selbst sozialer Natur sind. Dieser These stehen zwei Intuitionen entgegen, die sich zur Hypothese vom einsamen Tier als idealtypischem Träger von Gefühlen versinnbildlichen lassen. Gefühle scheinen einerseits etwas rein ›Natürliches‹ und damit vorsozial zu sein – eine These, die sich etwa in der Evolutionsbiologie (vgl. Sober/Wilson 1999) und abgeschwächter auch in der Hirnforschung findet. Sie scheinen andererseits »privat« empfunden zu werden und damit in einem anderen Sinne vorsozial zu sein.
Funding(s)
Language
German
Keywords
Emotionen
Natur des Menschen
Interdisziplinarität
HSG Classification
contribution to scientific community
HSG Profile Area
SHSS - Kulturen, Institutionen, Maerkte (KIM)
Refereed
No
Book title
Emotionen, Sozialstruktur und Moderne
Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Publisher place
Wiesbaden
Start page
257
End page
278
Pages
22
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
212027