Kooperation und Integration von Krankenhäusern - Potentiale für disruptive Innovationen?
ISBN
978-3-658-13782-3
Type
book section
Date Issued
2017
Author(s)
Editor(s)
Brandhorst, Andreas
Hildebrandt, Helmut
Luthe, Ernst-Wilhelm
Research Team
https://www.alexandria.unisg.ch/persons/8635
Abstract (De)
Der Krankenhaussektor ist mit knapp 1,2 Mill. Beschäftigten, die in 1956 Kliniken arbeiten, eine der größten Branchen Deutschlands. Im Jahr 2014 betrugen die Ausgaben für alle stationären und teilstationären Leistungen in Krankenhäusern über 85 Mrd. Euro, dies entspricht fast 3 % des Bruttoinlandsprodukts (Statistisches Bundesamt 2015).
Bis vor wenigen Jahren galt in der stationären Versorgung noch das Dogma des großen, autarken Einzelkrankenhauses – eine größtmögliche Bettenzahl mit maximalem Behandlungsspektrum wurde mit Wirtschaft lichkeit und guter Qualität gleichgestellt („Größe ist gut“) (Salfeld et al. 2010). Mittlerweile ist der Blick auf Größe, Qualität und Wirtschaftlichkeit differenzierter: Das Prinzip der vollkommenen Autarkie ist überholt.
Vielmehr ist das Dogma "Kooperation ist gut" in den letzten Jahren immer populärer geworden. Miteinander kooperierende Krankenhäuser gelten als erfolgreicher als unabhängige und alleinstehende Häuser – sei es weil dadurch das Versorgungsangebot verbreitert, Ressourcen gespart, Synergieeffekte genutzt werden oder auch Wissenstransfer auf allen Ebenen stattfinden kann (Quante 2013). Dies hilft einerseits, den durch die Einführung des auf Fallpauschalen basierenden Vergütungssystems zunehmenden ökonomischen Druck abzufangen, aber andererseits auch den gestiegenen Qualitätsanforderungen an Krankenhäuser gerecht zu werden. Ungeachtet dessen scheuen immer noch einige Kliniken Kooperationen einzugehen, um ein eigenständiges, größtmögliches Leistungsangebot vorzuhalten und zu legitimieren.
Dennoch haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von Verbundformen etabliert. Neben den großen privaten Klinikverbünden – welche überwiegend integrierte Verbünde darstellen – haben sich verschiedenste Formen der Kooperation durchgesetzt, wie z. B. die Einkaufskooperation, Kooperationen mit branchenfremden Unternehmen im Rahmen von Auslagerungen nicht-medizinischer Bereiche (Outsourcing) oder auch telemedizinisch verbundene Kliniken. Im Folgenden sollen einige dieser Kooperationsformen näher erläutert und anhand von Beispielen illustriert werden.
Bis vor wenigen Jahren galt in der stationären Versorgung noch das Dogma des großen, autarken Einzelkrankenhauses – eine größtmögliche Bettenzahl mit maximalem Behandlungsspektrum wurde mit Wirtschaft lichkeit und guter Qualität gleichgestellt („Größe ist gut“) (Salfeld et al. 2010). Mittlerweile ist der Blick auf Größe, Qualität und Wirtschaftlichkeit differenzierter: Das Prinzip der vollkommenen Autarkie ist überholt.
Vielmehr ist das Dogma "Kooperation ist gut" in den letzten Jahren immer populärer geworden. Miteinander kooperierende Krankenhäuser gelten als erfolgreicher als unabhängige und alleinstehende Häuser – sei es weil dadurch das Versorgungsangebot verbreitert, Ressourcen gespart, Synergieeffekte genutzt werden oder auch Wissenstransfer auf allen Ebenen stattfinden kann (Quante 2013). Dies hilft einerseits, den durch die Einführung des auf Fallpauschalen basierenden Vergütungssystems zunehmenden ökonomischen Druck abzufangen, aber andererseits auch den gestiegenen Qualitätsanforderungen an Krankenhäuser gerecht zu werden. Ungeachtet dessen scheuen immer noch einige Kliniken Kooperationen einzugehen, um ein eigenständiges, größtmögliches Leistungsangebot vorzuhalten und zu legitimieren.
Dennoch haben sich in den letzten Jahren eine Vielzahl von Verbundformen etabliert. Neben den großen privaten Klinikverbünden – welche überwiegend integrierte Verbünde darstellen – haben sich verschiedenste Formen der Kooperation durchgesetzt, wie z. B. die Einkaufskooperation, Kooperationen mit branchenfremden Unternehmen im Rahmen von Auslagerungen nicht-medizinischer Bereiche (Outsourcing) oder auch telemedizinisch verbundene Kliniken. Im Folgenden sollen einige dieser Kooperationsformen näher erläutert und anhand von Beispielen illustriert werden.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Book title
Kooperation und Integration – das unvollendete Projekt des Gesundheitssystems
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Publisher place
Wiesbaden
Start page
215
End page
230
Pages
16
Subject(s)
Contact Email Address
alexander.geissler@unisg.ch
Eprints ID
260825
File(s)![Thumbnail Image]()
open.access
Name
Springer_Chapter_KooperationUndIntegrationVonKr.pdf
Size
418.33 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
36c828fb644b9f21ad7ec24305ab343d