Das Eigentliche des Todes : Ein Beitrag zur Be-Lebung der Debatte über Hirntod und Transplantation
Journal
Ethik in der Medizin
ISSN
0935-7335
ISSN-Digital
1437-1618
Type
journal article
Date Issued
2014-06
Author(s)
Abstract (De)
Der vorliegende Artikel plädiert dafür, die meist auf die Aspekte Todesdefinition, -kriterium und -feststellung fokussierte Diskussion über die moralische (Un-)Zulässigkeit der Spende und Transplantation vitaler Organe aufzubrechen und beim Nachdenken darüber das zum Ausgangspunkt der Überlegungen zu machen, was mit dem Tod eigentlich verloren geht, nämlich das Leben. Nach einer Antwort auf die Frage "Was ist Leben?" suchend wird hierbei aufgezeigt, dass Leben nicht auf das Vorhandensein gewisser beobachtbarer physiologischer Grössen reduzierbar ist, sondern in seinem wesentlichen Kern nur mit den Mitteln der Philosophie als der actus primus alles Lebendigen und das, was wir gemeinhin Seele nennen, erklärt werden kann. Auf Basis der so gewonnenen Erkenntnisse wird geschlussfolgert, dass die Entnahme vitalen organischen Materials aus einer Person, deren Gehirnaktivitäten ausgefallen sind, immer prämortal erfolgt und damit einen Verstoss gegen die Tote-Spender-Regel bedeutet.
Language
German
Keywords
Tod
Sterben
Leben
Organspende
Transplantation
Seele
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
No
Publisher
Springer Verlag
Publisher place
Heidelberg
Volume
26
Number
2
Start page
121
End page
135
Pages
15
Subject(s)
Eprints ID
218133