Klassiker der Ukraine endlich übersetzt Nun sind auch die Nationaldichter des Landes auf Deutsch greifbar
Type
newspaper article
Date Issued
2025-12-20
Author(s)
Abstract
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine füllte sich der Terminkalender der Schriftstellerin Tanja Maljartschuk schlagartig. Maljartschuk stammt aus der Westukraine und lebt seit 2011 in Wien. Berühmt wurde sie 2016 mit ihrem Roman «Blauwal der Erinnerung», in dem sie die Biografie des polnisch-ukrainischen Publizisten Wjatscheslaw Lipinski rekonstruiert. Mittlerweile schreibt sie auch auf Deutsch. Im Jahr 2022 reiste sie von Vortrag zu Vortrag und stellte dabei fest, dass ihr deutschsprachiges Publikum sie nicht verstand, wenn sie über die ukrainische Kulturgeschichte sprach. Man kannte zwar einzelne Namen wie Juri Andruchowytsch oder Andrej Kurkow, aber die klassische ukrainische Literatur aus dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert existierte nicht in den Köpfen ihrer Zuhörer. Zusammen mit der Kulturvermittlerin und Übersetzerin Claudia Dathe fasste sie den Entschluss, diesem Missstand abzuhelfen. Die beiden planten die Herausgabe einer «Ukrainischen Bibliothek», in der die wichtigsten Werke der ukrainischen Literatur neu übersetzt werden sollten. Der besondere Clou: Jeweils ein Gegenwartsautor soll einen Klassiker vorstellen. Nun liegen die ersten beiden Bände mit den Werken von Taras Schewtschenko und Lesja Ukrajinka vor.
Language
German
HSG Classification
contribution to practical use / society
Publisher
Neue Zürcher Zeitung
Publisher place
Zürich
Subject(s)
Division(s)
File(s)![Thumbnail Image]()
open.access
Name
Klassiker der Ukraine endlich übersetzt_NZZ.pdf
Size
469.66 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
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