Globale Politiknetzwerke und ihre demokratische Legitimation : Eine Analyse der Weltstaudammkommission
Journal
Zeitschrift für Internationale Beziehungen
ISSN-Digital
0946-7165
Type
journal article
Date Issued
2003-06-01
Author(s)
Abstract (De)
Globale Politiknetzwerke gelten vielen als Hoffungsträger einer effektiveren und zugleich legitimeren Global Governance. Der Artikel untersucht am Beispiel der World Commission on Dams, inwieweit die Hoffnung auf eine erhöhte Input Legitimität durch globale Politiknetzwerke berechtigt ist. Die Argumentation erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird gezeigt, dass es der Global-Governance-Debatte bislang weitgehend an einem eindeutigen und kohärenten Konzept demokratischen Regierens fehlt. In einem zweiten Schritt wird zwischen drei Dimensionen des Demokratiebegriffs unterschieden: der Selbstbestimmung, der Kontrolle und der diskursiven Meinungs- und Willensbildung. In einem empirischen Teil wird schliesslich die Legitimität eines globalen Politiknetzwerks, der World Commission on Dams, entlang dieser Dimensionen untersucht. Das Ergebnis ist ein wesentlich komplexeres Bild als das von den Befürworten des Ansatzes gezeichnete. Zwar kann die World Commission in einigen Bereichen Teilerfolge verzeichnen. Diesen stehen andererseits gravierende Mängel gegenüber, die auf ein weitaus geringeres Demokratisierungspotenzial globaler Politiknetzwerke schliessen lassen, als häufig angenommen wird.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
HSG Profile Area
SEPS - Global Democratic Governance
Refereed
No
Publisher
Nomos Verl.-Ges.
Publisher place
Baden-Baden
Volume
10
Number
1
Start page
69
End page
109
Pages
41
Official URL
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
238710