KI-gestützte Entwicklung von individuellen Kompetenzportfolios
Type
conference contribution
Date Issued
2025-03-17
Author(s)
Abstract
Poster: KI-gestützte Entwicklung von individuellen Kompetenzportfolios
Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung werden aus Sicht von Bildungsanbietern und aus der Perspektive vom Arbeitsmarkt unterschiedlich modelliert (Gallagher 2018). Mögliche alternative Formen von Kompetenz-Credentials bekommen eine verstärkte Verbreitung (ICDE 2019). Dies erschwert es dem Individuum einen transparenten Ausweis seiner Kompetenzen zu entwickeln. Ein Abgleich mit Anforderungen ist in Phasen von beruflicher (Um-)Orientierung, in der Frage der Passung zu aktuellen Stellenanforderungen, dem Aufdecken von eigenen Kompetenz-Lücken als auch der Auswahl von möglichst passenden beruflichen Weiterbildungen relevant.
Das Projekt folgt einem Design based Research Ansatz (Euler 2014) und versucht parallel zur Innovation eine Entwicklung von evidenzbasierten und konzeptionell fundierten Gestaltungsprinzipien für individuellen Kompetenzportfolios und Services zur Dokumentation formell und non-formal erworbener Kompetenzen zu erarbeiten. Zentral ist die Entwicklung eines Prototyps, der aktuell für die ICT-Branche im Feld zur Erprobung ist (https://www.evrlearn.ch/career-boost/welcome).
Im Projekt “Swiss Circular Economy of Skills and Competences”, gefördert durch Innosuisse, wurden dazu verschiedene Kompetenzmodelle und Aufgabenhierarchien analysiert und ein relationaler Rahmen von arbeitsmarktorientierten Berufsinformationsquellen (z. B. ESCO) und bildungssystemorientierten Kompetenzmodellen (z. B. aus dem Bereich der beruflichen Erstausbildung) verknüpft. In Zusammenarbeit mit dem Natural Language Processing Lab der EPFL konnte ein KI-gestützter Prototyp entwickelt werden, der sowohl eine teilautomatisierte Kompetenzidentifikation aus Dokumenten (formale Bildungsabschlüsse, Arbeitszeugnisse, Lebensläufen) ermöglicht, sowie eine selbstreflexive Erfassung von Kompetenzen erlaubt. Mit diesem Service kann ein Individuum in einem ersten Schritt seine individuellen Kompetenzen im Abgleich mit einem branchentypischen Berufsprofil oder mit den aktuellen ausgeschriebenen Stellen in der Schweiz im ICT-Sektor vergleichen. Daraus wird eine Passung ermittelt und Kompetenz-Lücken identifiziert. In einem nächsten Schritt kann über ein ebenfalls KI-gestütztes Empfehlungssystem eine Auswahl an möglichst passgenauen Weiterbildungsangeboten erfolgen.
Literatur:
Euler, D. (2014). Design-Research–a paradigm under development. Design-based research, 27, 15-44.
Gallagher, S. R. (2018, December). Educational credentials come of age - A survey of the
use and value of educational credentials in hiring. https://www.northeastern.edu/cfhets/wpcontent/uploads/2018/12/Educational_Credentials_Come_of_Age_2018.pdf
ICDE. (2019, January). Report of the ICDE Working Group on The Present and Future of
Alternative Digital Credentials (ADCs).
https://static1.squarespace.com/static/5b99664675f9eea7a3ecee82/t/5cc69fb771c10b798657bf2f/1556520905468/ICDE-ADC+report-January+2019+%28002%29.pdf
Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung werden aus Sicht von Bildungsanbietern und aus der Perspektive vom Arbeitsmarkt unterschiedlich modelliert (Gallagher 2018). Mögliche alternative Formen von Kompetenz-Credentials bekommen eine verstärkte Verbreitung (ICDE 2019). Dies erschwert es dem Individuum einen transparenten Ausweis seiner Kompetenzen zu entwickeln. Ein Abgleich mit Anforderungen ist in Phasen von beruflicher (Um-)Orientierung, in der Frage der Passung zu aktuellen Stellenanforderungen, dem Aufdecken von eigenen Kompetenz-Lücken als auch der Auswahl von möglichst passenden beruflichen Weiterbildungen relevant.
Das Projekt folgt einem Design based Research Ansatz (Euler 2014) und versucht parallel zur Innovation eine Entwicklung von evidenzbasierten und konzeptionell fundierten Gestaltungsprinzipien für individuellen Kompetenzportfolios und Services zur Dokumentation formell und non-formal erworbener Kompetenzen zu erarbeiten. Zentral ist die Entwicklung eines Prototyps, der aktuell für die ICT-Branche im Feld zur Erprobung ist (https://www.evrlearn.ch/career-boost/welcome).
Im Projekt “Swiss Circular Economy of Skills and Competences”, gefördert durch Innosuisse, wurden dazu verschiedene Kompetenzmodelle und Aufgabenhierarchien analysiert und ein relationaler Rahmen von arbeitsmarktorientierten Berufsinformationsquellen (z. B. ESCO) und bildungssystemorientierten Kompetenzmodellen (z. B. aus dem Bereich der beruflichen Erstausbildung) verknüpft. In Zusammenarbeit mit dem Natural Language Processing Lab der EPFL konnte ein KI-gestützter Prototyp entwickelt werden, der sowohl eine teilautomatisierte Kompetenzidentifikation aus Dokumenten (formale Bildungsabschlüsse, Arbeitszeugnisse, Lebensläufen) ermöglicht, sowie eine selbstreflexive Erfassung von Kompetenzen erlaubt. Mit diesem Service kann ein Individuum in einem ersten Schritt seine individuellen Kompetenzen im Abgleich mit einem branchentypischen Berufsprofil oder mit den aktuellen ausgeschriebenen Stellen in der Schweiz im ICT-Sektor vergleichen. Daraus wird eine Passung ermittelt und Kompetenz-Lücken identifiziert. In einem nächsten Schritt kann über ein ebenfalls KI-gestütztes Empfehlungssystem eine Auswahl an möglichst passgenauen Weiterbildungsangeboten erfolgen.
Literatur:
Euler, D. (2014). Design-Research–a paradigm under development. Design-based research, 27, 15-44.
Gallagher, S. R. (2018, December). Educational credentials come of age - A survey of the
use and value of educational credentials in hiring. https://www.northeastern.edu/cfhets/wpcontent/uploads/2018/12/Educational_Credentials_Come_of_Age_2018.pdf
ICDE. (2019, January). Report of the ICDE Working Group on The Present and Future of
Alternative Digital Credentials (ADCs).
https://static1.squarespace.com/static/5b99664675f9eea7a3ecee82/t/5cc69fb771c10b798657bf2f/1556520905468/ICDE-ADC+report-January+2019+%28002%29.pdf
Language
German