Organisationale Moderation : Eine Theorie zum strategischen Wandel von Nonprofit-Unternehmen
Type
book
Date Issued
2008
Author(s)
Jaeger, Urs
Abstract (De)
In Profit-Unternehmen ist strategischer Wandel in der Regel Aufgabe der Unternehmenszentrale. Das entspricht den Annahmen gängiger Strategietheorien: Wer strategisch führt, ist hierarchisch übergeordnet und kann eindeu-tige Ziele formulieren. Dem entgegen sind in Nonprofit-Organisationen die Zentralen den zu führenden Einheiten meist hierarchisch untergeordnet. Zudem müssen NPO-Zentralen zahlreichen auch widersprüchlichen Anliegen gerecht werden. Das hat zur Folge: Wichtige Annahmen der Strategietheorien entsprechen in vielen Fällen nicht den Realitäten von Nonprofit-Organisationen.
Die neue Theorie der "Organisationalen Moderation" zeigt auf, wie in NPO strategischer Wandel bewirkt werden kann. Zwei Aspekte charakterisieren diese Theorie:
1. Nicht die Zentrale realisiert Strategien, sondern die gesamte Organisation. Strategien werden nicht von der Organisation losgelöst formuliert, sondern in ihr gesucht: Zukunftsweisende Strategien "erkennt", wer zu-rückblickt, das Umfeld und alle organisationalen Hierarchieebenen in die Beobachtung einbezieht. Die or-ganisationale Zukunft muss deshalb nicht mittels strategischer Planung hierarchisch durchgesetzt werden. Sie entsteht vielmehr aus einer historischen Entwicklung und an verschiedenen, hierarchisch unterschiedlich positionierten Orten. Solche "Orte" werden Transformationspotentiale genannt.
2. Wer Transformationspotentiale in ihrer Entfaltung wirksam unterstüt¬zt, muss zuvor keine eindeutigen Ziele formuliert haben. Insofern muss strategischer Wandel nicht im eigentlichen Sinn geführt werden. Transfor-mationspotentiale entfalten sich vielmehr aus eigener Kraft und erzeugen dadurch strategischen Wandel; sie müssen aber die Gelegenheit dazu erhalten. Sie werden kreativ - auch Zufälle nutzend - moderiert, indem ihnen in zweifacher Hinsicht Raum zur Entfaltung geboten wird:
- Mit kommunikativen Management-Praktiken werden Widersprüche nicht aufgelöst, aber derart behan-delt, dass sie strategischen Wandel nicht behindern können.
- Gleichzeitig achtet man darauf, strategischen Wandel in alltäglichen Handlungen erfahrbar zu machen.
Die neue Theorie der "Organisationalen Moderation" zeigt auf, wie in NPO strategischer Wandel bewirkt werden kann. Zwei Aspekte charakterisieren diese Theorie:
1. Nicht die Zentrale realisiert Strategien, sondern die gesamte Organisation. Strategien werden nicht von der Organisation losgelöst formuliert, sondern in ihr gesucht: Zukunftsweisende Strategien "erkennt", wer zu-rückblickt, das Umfeld und alle organisationalen Hierarchieebenen in die Beobachtung einbezieht. Die or-ganisationale Zukunft muss deshalb nicht mittels strategischer Planung hierarchisch durchgesetzt werden. Sie entsteht vielmehr aus einer historischen Entwicklung und an verschiedenen, hierarchisch unterschiedlich positionierten Orten. Solche "Orte" werden Transformationspotentiale genannt.
2. Wer Transformationspotentiale in ihrer Entfaltung wirksam unterstüt¬zt, muss zuvor keine eindeutigen Ziele formuliert haben. Insofern muss strategischer Wandel nicht im eigentlichen Sinn geführt werden. Transfor-mationspotentiale entfalten sich vielmehr aus eigener Kraft und erzeugen dadurch strategischen Wandel; sie müssen aber die Gelegenheit dazu erhalten. Sie werden kreativ - auch Zufälle nutzend - moderiert, indem ihnen in zweifacher Hinsicht Raum zur Entfaltung geboten wird:
- Mit kommunikativen Management-Praktiken werden Widersprüche nicht aufgelöst, aber derart behan-delt, dass sie strategischen Wandel nicht behindern können.
- Gleichzeitig achtet man darauf, strategischen Wandel in alltäglichen Handlungen erfahrbar zu machen.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
Yes
Publisher
Haupt
Start page
437
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
49454