Die Wahlen in Bosnien-Herzegowina 1996/97 im Urteil von Supervisors aus Österreich, Deutschland und der Schweiz
Journal
Beiträge und Berichte des Instituts für Politikwissenschaft der Universität St. Gallen
Type
working paper
Date Issued
1999
Author(s)
Abstract (De)
Dieser Beitrag möchte anhand eines konkreten Falles, nämlich den Wahlen in Bosnien-Herzegowina 1996 und 1997, die Leistungen der internationalen Wahlhilfe erhellen.
Unterstellt wird, dass diese Leistungen substantiell sind und wesentlich zum Gelingen der Wahlen und zur Demokratisierung beitragen. Ausgegangen wurde von einem einfachen
Modell der Funktionen internationaler Wahlunterstützung, das die wesentlichen Zusammenhänge bei einer umfassenden Wahlunterstützungsmission in den drei Phasen Liberalisierung, Demokratisierung und Konsolidierung auf der Mikro- und Makroebene
aufzeigt. Abgeleitet aus diesem Modell wurden explorative Hypothesen formuliert,die dann in einer Befragung von 124 deutschen, österreichischen und schweizerischen Supervisoren „getestet“ wurden.
Die „Haupthypothesen“ – die Wahlen in Bosnien-Herzegowina wurden technisch korrekt durchgeführt, und die OSZE hat Wesentliches zur Vorbereitung und Durchführung korrekter Wahlen und zur Demokratisierung geleistet – werden durch diese Befragung
bestätigt. 90 Prozent der Befragten sagen, dass die Präsenz der OSZE
die Voraussetzung war, damit es überhaupt zu allgemein anerkannten Wahlen kommen konnte. 94 Prozent unterstützen die Aussage, dass eine starke Präsenz der OSZE gegeben war. 68 Prozent meinen, dass die flächendeckende Präsenz der OSZE mit zahlreichen Regional und Field Offices mitentscheidend war für den Erfolg der Wahlen. 86 Prozent sind der Ansicht, die Wahlen seien im Grossen und Ganzen korrekt
durchgeführt worden. Demokratische Reife der politischen Parteien wäre nach Ansicht der grossen Mehrheit der Befragten zwar wichtig gewesen, war aber nicht gegeben.
Auffallend ist, dass mehr als der Hälfte der Befragten die Sanktionsmöglichkeiten der OSZE nicht bekannt gewesen sind.
Unterstellt wird, dass diese Leistungen substantiell sind und wesentlich zum Gelingen der Wahlen und zur Demokratisierung beitragen. Ausgegangen wurde von einem einfachen
Modell der Funktionen internationaler Wahlunterstützung, das die wesentlichen Zusammenhänge bei einer umfassenden Wahlunterstützungsmission in den drei Phasen Liberalisierung, Demokratisierung und Konsolidierung auf der Mikro- und Makroebene
aufzeigt. Abgeleitet aus diesem Modell wurden explorative Hypothesen formuliert,die dann in einer Befragung von 124 deutschen, österreichischen und schweizerischen Supervisoren „getestet“ wurden.
Die „Haupthypothesen“ – die Wahlen in Bosnien-Herzegowina wurden technisch korrekt durchgeführt, und die OSZE hat Wesentliches zur Vorbereitung und Durchführung korrekter Wahlen und zur Demokratisierung geleistet – werden durch diese Befragung
bestätigt. 90 Prozent der Befragten sagen, dass die Präsenz der OSZE
die Voraussetzung war, damit es überhaupt zu allgemein anerkannten Wahlen kommen konnte. 94 Prozent unterstützen die Aussage, dass eine starke Präsenz der OSZE gegeben war. 68 Prozent meinen, dass die flächendeckende Präsenz der OSZE mit zahlreichen Regional und Field Offices mitentscheidend war für den Erfolg der Wahlen. 86 Prozent sind der Ansicht, die Wahlen seien im Grossen und Ganzen korrekt
durchgeführt worden. Demokratische Reife der politischen Parteien wäre nach Ansicht der grossen Mehrheit der Befragten zwar wichtig gewesen, war aber nicht gegeben.
Auffallend ist, dass mehr als der Hälfte der Befragten die Sanktionsmöglichkeiten der OSZE nicht bekannt gewesen sind.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
HSG Profile Area
SEPS - Global Democratic Governance
Publisher
Institut für Politikwissenschaft der Universität St. Gallen
Publisher place
St. Gallen
Pages
59
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
251471
File(s)![Thumbnail Image]()
Name
Silvano Moeckli Supervision von Wahlen B&H 1999.pdf
Size
510.1 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
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