Sustainable Finance in der Schweiz
Journal
GesKR
Type
journal article
Date Issued
2022
Author(s)
Abstract (De)
Die Nachhaltigkeit hat auch den Finanzmarkt erreicht und Schlagwörter wie «Sustainable Finance» oder «ESG» sind in aller Munde. In den vergangenen Jahren ist die anlegerseitige Nachfrage für nachhaltige Finanzprodukte rasant gestiegen. Die Finanzbranche reagierte und brachte eine Vielzahl neuer Finanzinstrumente auf den Markt, welche Nachhaltigkeitsthemen berücksichtigen. «Wo viel Business ist, ist der Missbrauch oftmals nicht weit» – dieser Trend rief entsprechend auch die nationalen und überstaatlichen Legislatoren und Regulatoren auf den Plan. So hat insbesondere die EU im Bereich Sustainable Finance bereits eine Vielzahl grundlegender und wegweisender Rechtsakte erlassen.
Im Kontext der Diskussionen in der EU rund um die Klassifizierung von Atomenergie zeigt sich aber die Krux: Es fehlt bislang – bei allem Bemühen um Nachhaltigkeit – ein unilaterales objektives Verständnis, was denn überhaupt als «nachhaltig» gelten soll. Damit einhergehend stellt sich auch die Frage, wem die Deutungshoheit über den Nachhaltigkeitsbegriff überlassen werden soll: dem Markt, den Regulatoren, den Staaten oder supranationalen Körpern?
Der vorliegende Artikel skizziert den Umgang des schweizerischen Finanzmarktrechts mit dem Themenbereich Sustainable Finance, fokussiert dabei insbesondere auf den Klimawandel und die sich daraus ergebenden Risiken, und stellt ihn dem in der EU – als wichtigstem Auslandmarkt – gewählten Ansatz gegenüber. Da das Thema Sustainable Finance generell ein moving target ist, kann dieser Aufsatz nur eine Momentaufnahme sein – es wird abschliessend gleichwohl ein Ausblick gewagt.
Im Kontext der Diskussionen in der EU rund um die Klassifizierung von Atomenergie zeigt sich aber die Krux: Es fehlt bislang – bei allem Bemühen um Nachhaltigkeit – ein unilaterales objektives Verständnis, was denn überhaupt als «nachhaltig» gelten soll. Damit einhergehend stellt sich auch die Frage, wem die Deutungshoheit über den Nachhaltigkeitsbegriff überlassen werden soll: dem Markt, den Regulatoren, den Staaten oder supranationalen Körpern?
Der vorliegende Artikel skizziert den Umgang des schweizerischen Finanzmarktrechts mit dem Themenbereich Sustainable Finance, fokussiert dabei insbesondere auf den Klimawandel und die sich daraus ergebenden Risiken, und stellt ihn dem in der EU – als wichtigstem Auslandmarkt – gewählten Ansatz gegenüber. Da das Thema Sustainable Finance generell ein moving target ist, kann dieser Aufsatz nur eine Momentaufnahme sein – es wird abschliessend gleichwohl ein Ausblick gewagt.
Language
German
Keywords
Sustainable Finance
ESG
Bank
Regulation
FINMA
Asset Management
Publisher
DIKE
Subject(s)
Division(s)