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Details

Systemtransformation und Homo oeconomicus. Institutionelle Voraussetzungen der Marktwirtschaft am Beispiel der Wirtschaftsgesinnung im russischen Kulturraum

Type
working paper
Date Issued
1994-01-01
Author(s)
Uhlig, Christiane
;
Buescher, Martin
Abstract (De)
Die These dieses Beitrages ist, dass ordnungspolitische Analysen über wirtschaftliche und politische Faktoren hinausgehend der verstärkten Berücksichtigung regionaler sozio-ökonomischer Kontexte bedürfen. Mittels einer sozio-ökonomischen Erweiterung des Horizontes der Ordnungspolitik ergeben sich umfassendere Analysemöglichkeiten - dies nicht nur in bezug auf die keineswegs einheitlich verlaufenden Transformationsprozesse in den Staaten des ehemaligen Ostblocks, sondern auch für ordnungspolitische Fragen der Entwicklungspolitik und der ordnungspolitischen Neuorientierung in Industriegesellschaften. Der Grundgedanke dieses Textes soll in drei Schritten entwickelt werden: Im ersten Schritt durch eine Kommentierung der neuralgischen methodologischen Spannungsfelder der Ökonomie als einer Sozialwissenschaft. Ordnungspolitisch darauf aufbauend werden danach zwei liberale (markt-) wirtschaftliche Konzeptionen auf ihre historischen und kontextuellen Voraussetzungen hin untersucht: Das geistesgeschichtliche Fundament einer freien Marktwirtschaft bei Adam Smith und die sozialgeschichtlichen Rahmenbedingungen des Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Diese Überlegungen bilden die Grundlage für die Analyse der geistes- und sozialgeschichtlichen Besonderheiten in bezug auf die Einführung eines marktwirtschaftlichen Systems am Beispiel Russlands. Den konkreten Ausgangspunkt für diese Analyse bilden folgende Fragen: Gibt es den so oft beschriebenen Typus des Russen, gibt es den Homo sovieticus als mentalitätsgeschichtliche Konstante, der auch heute noch über einen Eigensinn verfügt, der sich nicht in Kongruenz mit dem offiziellen wirtschaftlichen und politischen Kurs befindet und sich als nicht verfügbar erweist? Worin soll diese Andersartigkeit des russischen Menschen bestehen, die sowohl von zahllosen westlichen Besuchern Russlands und der Sowjetunion als auch von Russen selber oft beschrieben wurde und die diesen so faszinierend und gleichzeitig fremd und unbegreiflich erschienen ist und oft noch erscheint? Müssen diese Fragen von den russischen Reformökonomen und westlichen Wirtschaftsexperten in ihre Konzepte mit einbezogen werden, wenn Rückschläge oder ein Scheitern verhindert werden sollen?
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
No
URL
https://www.alexandria.unisg.ch/handle/20.500.14171/63768
Subject(s)

other research area

Eprints ID
17303
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