Optimismus und Skepsis im Völkerrechtsdenken der Gegenwart : Zur Bedeutung von "Denkschulen" in der Völkerrechtswissenschaft
Journal
Die öffentliche Verwaltung : DÖV
ISSN
0029-859X
Type
journal article
Date Issued
2012-01
Author(s)
Abstract (De)
Zwei Hauptrichtungen bestimmen die völkerrechtliche Lehre der Gegenwart: Einerseits eine "völkerrechtsfreundliche" Richtung, zu deren Programm die Verbreiterung und Vertiefung des völkerrechtlichen Normenbestands, der Ausbau internationaler Institutionen sowie ein wirksamer internationaler Schutz der Menschenrechte gehört. Und andererseits eine "völkerrechtsskeptische" Richtung, welche die Schwächen der Völkerrechtsordnung betont, die Rolle des Einzelstaats dagegen positiv sieht. Der Beitrag beleuchtet diese beiden Richtungen und ihre geschichtlichen Vorläufer und ordnet ihnen bestimmte "Denkschulen" zu, darunter die "Lehre von der internationalen Gemeinschaft" und den völkerrechtlichen Konstitutionalismus, die beide wesentlich von deutschen Autoren geprägt worden sind. Das Völkerrechtsdenken hat sich über lange Zeit zwischen den Polen von Fortschrittsglauben und Skeptizismus, Gemeinschaftsausrichtung und Staatszentriertheit entwickelt, steht womöglich heute aber an einem Wendepunkt.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
Yes
Publisher
Kohlhammer
Publisher place
Stuttgart
Volume
65
Number
2
Start page
41
End page
48
Pages
8
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
234579