Repository logo
Research Outputs
Projects
People
Statistics
  1. Home
  2. HSG CRIS
  3. HSG Publications
  4. Interviews mit wegen schwerer Wirtschaftsdelikte verurteilten Tätern : Kontrolle aus verschiedenen Perspektiven
Details

Interviews mit wegen schwerer Wirtschaftsdelikte verurteilten Tätern : Kontrolle aus verschiedenen Perspektiven

Journal
Der Schweizer Treuhänder
ISSN
0036-746X
ISSN-Digital
0036-746X
Type
journal article
Date Issued
2012-03-01
Author(s)
Leibfried, Peter  
;
Schuchter, Alexander  
;
Ederer, John
;
Zuber, Franziska
Abstract (De)
Fraudulente Handlungen in Schweizer Unternehmen hinterlassen einen erheblichen materiellen und immateriellen Verlust. Der jährliche Vermögensschaden der bekannt gewordenen Fälle beträgt häufig mehrere hundert Millionen Schweizer Franken. Dabei bleibt der genaue Betrag wortwörtlich "verborgen", da bis heute keine exakten Rückschlüsse auf den Umfang der unentdeckten Wirtschaftsstraftaten (sogenanntes Dunkelfeld) möglich sind. Dolose Handlungen stellen für jedes Unternehmen ein substanzielles Risiko dar. Verursachte Vertrauensschäden sind oftmals weitaus gravierender als unmittelbar entstandene monetäre Einbussen. Arbeitsmoral, Geschäftsbeziehungen, Reputation und andere bedeutsame Erfolgsfaktoren können schnell und nachhaltig geschädigt werden, wie regelmässige Skandale bestätigen. Es wird deutlich, dass wirtschaftskriminelle Handlungen sowie deren auslösende Ursachen und Massnahmen zur Vorbeugung ernst zu nehmen sind.

Inwiefern können Unternehmen mit effektiven Kontrollen tatsächlich präventiv gegensteuern? Im Rahmen der geführten Interviews mit rechtskräftig verurteilten Wirtschaftsstraftätern in der Schweiz und in Österreich wurde davon ausgegangen, dass der Delinquent aus seiner einzigartigen Perspektive darlegen kann, wie sich die Tat womöglich am ehesten hätte vermeiden lassen. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass manche Fälle mit einfachen Kontrollprozeduren verhindert werden können. Durch diese Studie konnte mehr Aufschluss über die Bedeutung von Kontrolle im Kontext der vorbeugenden Massnahmen aus der einzigartigen Sichtweise von "innen", also von ausübenden Personen, erlangt werden.

Kommentar aus der Perspektive von KPMG AG: Die Delikte der in der vorliegenden Untersuchung interviewten Täter (Falschbilanzierung, Korruption, Unterschlagung, Veruntreuung oder Betrug) verschafften dem Täter selbst einen (finanziellen) Vorteil, meist zulasten des Unternehmens, in welchem sie arbeiteten. Damit entsteht ein direkter Schaden für das Unternehmen und wahrscheinlich zusätzliche indirekte Schäden wie die Kosten der Aufklärung und der gerichtlichen Aufarbeitung der Delikte, sowie eine Beeinträchtigung des Rufs. Während schon erhebliche Schäden aus diesen Delikten entstehen können, hat KPMG AG, Forensic in den letzten Jahren beobachtet, dass Delikte, welche von den Tätern zum (kurzfristigen) Vorteil des Unternehmens, und oft auch in dessen Namen begangen werden, langfristig dem Unternehmen noch weit grösseren Schaden zufügen, und gar dessen Existenz bedrohen können.
Language
German
Keywords
Kontrolle
Wirtschaftskriminalität
Wirtschaftsstraftäter
Bestechung
grenzüberschreitendes Bankengeschäft
HSG Classification
not classified
Refereed
Yes
Publisher
Treuhand-Kammer
Publisher place
Zürich
Volume
86
Number
3
Start page
157
End page
161
Pages
5
URL
https://www.alexandria.unisg.ch/handle/20.500.14171/91891
Subject(s)

business studies

Division(s)

University of St.Gall...

ACA - Institute of Ac...

Eprints ID
210579
File(s)
Thumbnail Image

open.access

Name

Interviews mit wegen schwerer Wirtschaftsdelikte verurteilten Tätern.pdf

Size

510.85 KB

Format

Adobe PDF

Checksum (MD5)

715dfcedd207de3a0ce63c525bb84f1c

Support
HSG researchers can find instructions here for adding or importing publications (DOI, ORCID). Please send questions to alexandria@unisg.ch

Built with DSpace-CRIS software - Extension maintained and optimized by 4Science

  • Accessibility settings
  • Privacy policy
  • End User Agreement
  • Send Feedback
Repository logo COAR Notify