Parteien und Verbände im föderalistischen Staat
Journal
Beiträge und Berichte des Instituts für Politikwissenschaft der Universität St. Gallen
Type
conference speech
Date Issued
1991
Author(s)
Abstract (De)
Im Kleinstaat Schweiz besteht eine sehr differenzierte Staats- und Gesellschaftsstruktur. Entsprechend vielfältig und bunt ist der intermediäre Bereich. Was heisst das für die politischen Akteure und den politischen Entscheidungsprozess? Die Zahl der politischen Akteure ist hoch. Das ist positiv in Bezug auf die politische Partizipation und die Machtteilung, wirkt aber negativ in Bezug auf die Effizienz politischer Entscheidungen. Wenn viele mitreden und mitentscheiden können, können auch viele mitopponieren und mitverneinen. Wenige können in der Schweiz viel verhindern, und viele können nur wenig durchsetzen. Politische Prozesse sind schwer steuerbar. Auf der anderen Seite tragen Föderalismus sowie Parteien- und Verbändevielfalt zur gesellschaftlichen Selbststeuerung bei und vermeidet Eingriffe der Bundesverwaltung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Kantone und Gemeinden regionale Probleme selbst lösen oder Arbeitnehmer und Arbeitgeber Schlichtungsverfahren selbst regeln. In kleinen politischen Einheiten sind weniger Transmissionsleistungen notwendig. Der Einzelne kann direkt an den Staat gelangen.
Keywords
Parteien
Verbände
Politisches System Schweiz
Entscheidungsprozess
Föderalismus
HSG Classification
contribution to practical use / society
HSG Profile Area
SEPS - Global Democratic Governance
Publisher
Institut für Politikwissenschaft der Universität St. Gallen
Publisher place
St. Gallen
Volume
158
Pages
18
Event Title
Konferenz über den Föderalismus
Event Location
Luzern
Event Date
19. Februar 1991
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
251527
File(s)![Thumbnail Image]()
Name
Silvano Moeckli Parteien und Verbände 1991.pdf
Size
2.14 MB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
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