Grundvorstellungen einer gesellschaftsbezogenen Managementlehre
Type
working paper
Date Issued
1988-01-01
Author(s)
Abstract (De)
Unternehmungen unterliegen zweifellos dem Markt als externem Lenkungssystem, der ihren Erfolg in Gestalt zu- oder abnehmender Umsätze und Marktanteile bewertet. Hierauf sind die Markt- und Wettbewerbsstrategien ausgerichtet. Unternehmungen unterliegen jedoch nicht nur dem Markt als externem Lenkungssystem. Dies wird heute besonders deutlich, wenn in zunehmendem Masse Unternehmungen in öffentliche Auseinandersetzungen geraten, in denen es gar nicht um ihre wirtschaftliche, sondern um ihre gesellschaftliche "Leistung" geht, die in Gestalt von oftmals unbeabsichtigten Neben- und Spätwirkungen ihrer Tätigkeit auftreten. Hierbei wird sehr deutlich, dass die Tätigkeit und der Erfolg von Unternehmungen offenbar auch noch ausserhalb des Marktes und nach anderen als rein wirtschaftlichen Kriterien bewertet werden. Die Sicherung des Unternehmungserfolgs verlangt offenbar mehr als nur wirtschaftliche Erfolgspotentiale, sondern vermehrt auch gesellschaftliche Akzeptanz und Legitimität der eigenen Tätigkeit. Um diese nicht-marktlichen Einflüsse und Zusammenhänge konzeptionell erfassen zu können, bedarf es jedoch weitreichender Weiterentwicklungen der vorherrschenden Grundvorstellungen der Betriebswirtschafts- und Managementlehre in Richtung einer gesellschaftsbezogenen Managementlehre. Eine Anzahl konzeptioneller Bausteine hierfür werden entwickelt und dargestellt.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
No
Subject(s)
Eprints ID
17200