Das Ende der Demokratie
Journal
Wirtschaftsdienst
ISSN
0043-6275
ISSN-Digital
1613-978X
Type
journal article
Date Issued
2011-12-15
Author(s)
Thielemann, Ulrich
Abstract (De)
Vor gut 15 Jahren verkündete der damalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, im erlauchten Kreise des Weltwirtschaftsforums Davos das Ende der Volkssouveränität. Er habe "bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden".
Das offenbar mehrheitlich marktlibertär geprägte oder vom Marktlibertarismus profi tierende Publikum quittierte die Aussage im eher stillen Kreise des Weltwirtschaftsforums mit lang anhaltendem Beifall.1 Auf die Frage, wer sein Favorit im Präsidentschaftswahlkampf ist, antwortete der langjährige
Vorsitzende der US-Notenbank, Alan Greenspan, im September 2007: "Vielleicht zuerst einmal das: Wir haben das Glück, dass die politischen Beschlüsse in den USA dank der Globalisierung grösstenteils durch die weltweite Marktwirkung
ersetzt wurden. Mit Ausnahme des Themas der nationalen Sicherheit spielt es kaum eine Rolle, wer der nächste Präsident wird. Die Welt wird durch Marktkräfte regiert."
In: "Wie lässt sich die Dominanz der Finanzmärkte über die Politik lösen?"
Das offenbar mehrheitlich marktlibertär geprägte oder vom Marktlibertarismus profi tierende Publikum quittierte die Aussage im eher stillen Kreise des Weltwirtschaftsforums mit lang anhaltendem Beifall.1 Auf die Frage, wer sein Favorit im Präsidentschaftswahlkampf ist, antwortete der langjährige
Vorsitzende der US-Notenbank, Alan Greenspan, im September 2007: "Vielleicht zuerst einmal das: Wir haben das Glück, dass die politischen Beschlüsse in den USA dank der Globalisierung grösstenteils durch die weltweite Marktwirkung
ersetzt wurden. Mit Ausnahme des Themas der nationalen Sicherheit spielt es kaum eine Rolle, wer der nächste Präsident wird. Die Welt wird durch Marktkräfte regiert."
In: "Wie lässt sich die Dominanz der Finanzmärkte über die Politik lösen?"
Language
German
Keywords
Demokratie
Wirtschaftsethik
Eurokrise
Weltfinanzkrise
HSG Classification
contribution to practical use / society
Refereed
Yes
Publisher
Springer
Publisher place
Berlin
Volume
91
Number
12
Start page
820
End page
823
Pages
4
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
208135
File(s)![Thumbnail Image]()
Name
Ende der Demokratie.pdf
Size
233.07 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
dfd4929d0458e6cf4bbd34fbc60660a8