Wirkungsorientierte Verwaltungsführung und direkte Demokratie
Journal
Beiträge und Berichte des Instituts für Politikwissenschaft der Universität St. Gallen
Type
conference speech
Date Issued
1995
Author(s)
Abstract (De)
• Es gibt zahlreiche Politikbereiche, wo sich direkte Demokratie und wirkungsorientierte Verwaltungsführung nicht in die Quere kommen. Das sind vor allem repetitive, gesetzliche geregelte Tätigkeiten des Staates, bei denen Nutzniesser und Zahler genau definierbar sind.
• Schwer vereinbar sind direkte Demokratie und wirkungsorientierte Verwaltungsführung wenn es um neue, kontroverse Staatstätigkeiten geht. Hier kann man den Wirkungsbereich der direkten Demokratie nicht auf die strategische Ebene einschränken. Die Aufgabe, politische Konflikte zu lösen und Kompromisse zu schliessen, ist nicht Verwaltungs-, sondern Führungstätigkeit.
• „Produkt“ des Staates ist aber nicht nur der Output, sondern auch der Input, verstanden als Beteiligungsmöglichkeiten am Staat. Die Verwaltung muss deshalb bei der Lösung neuer Probleme auch mitwirkungsorientiert sein. Das geht zwangsläufig auf Kosten der Effizienz. Zwischen Effizienz und Partizipation besteht stets ein Spannungsverhältnis, das zu akzeptieren ist.
• Das Verhältnis von direkter Demokratie und wirkungsorientierter Verwaltungsführung bedarf der weiteren Klärung. Es sind Mechanismen und Instrumente zu entwickeln, die der Verbesserung der Kompatibilität dienen. Der Spielraum für eine Änderung der direktdemokratischen Institutionen ist freilich eng, denn ein Abbau direktdemokratischer Rechte ist nicht mehrheitsfähig
• Schwer vereinbar sind direkte Demokratie und wirkungsorientierte Verwaltungsführung wenn es um neue, kontroverse Staatstätigkeiten geht. Hier kann man den Wirkungsbereich der direkten Demokratie nicht auf die strategische Ebene einschränken. Die Aufgabe, politische Konflikte zu lösen und Kompromisse zu schliessen, ist nicht Verwaltungs-, sondern Führungstätigkeit.
• „Produkt“ des Staates ist aber nicht nur der Output, sondern auch der Input, verstanden als Beteiligungsmöglichkeiten am Staat. Die Verwaltung muss deshalb bei der Lösung neuer Probleme auch mitwirkungsorientiert sein. Das geht zwangsläufig auf Kosten der Effizienz. Zwischen Effizienz und Partizipation besteht stets ein Spannungsverhältnis, das zu akzeptieren ist.
• Das Verhältnis von direkter Demokratie und wirkungsorientierter Verwaltungsführung bedarf der weiteren Klärung. Es sind Mechanismen und Instrumente zu entwickeln, die der Verbesserung der Kompatibilität dienen. Der Spielraum für eine Änderung der direktdemokratischen Institutionen ist freilich eng, denn ein Abbau direktdemokratischer Rechte ist nicht mehrheitsfähig
Keywords
Direkte Demokratie
Wirkungsorientierte Verwaltungsführung
NPM
HSG Classification
contribution to practical use / society
HSG Profile Area
SEPS - Global Democratic Governance
Publisher
Institut für Politikwissenschaft der Universität St. Gallen
Publisher place
St. Gallen
Volume
248
Pages
14
Event Title
Wirkungsorientierte Verwaltungsführung in der direkten Demokratie
Event Location
St. Gallen
Event Date
12. September 1995
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
251543
File(s)![Thumbnail Image]()
open.access
Name
Silvano Moeckli Wirkungsorientierte Verwaltungsführung und direkte Demokratie 1995.pdf
Size
359.62 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
8fb0793c86817a8c54af7b8a4b66934f