Soziale Gerechtigkeit ist keine Todsünde
Journal
Cash : die Wirtschaftszeitung der Schweiz
ISSN
1420-5203
Type
newspaper article
Date Issued
2000-12-22
Author(s)
Abstract (De)
Denjenigen, die auf die Sinnhaftigkeit der Umverteilung zugunsten
schwächerer Mitglieder der Gesellschaft hinweisen, wird schnell Neid
unterstellt; es wird behauptet, sie missgönnten anderen den Erfolg. Dieser Vorwurf wird typischerweise von solchen Gesellschaftsmitgliedern erhoben, denen es selbst gut geht und die gegebenenfalls anderen etwas abgeben müssten. Trotz ihres Wohlstands beklagen gerade sie sich gerne über die (zu) hohe Belastung mit Steuern und Abgaben. Wie sagte doch Bundesrat Villiger vor kurzem in einem Interview mit dieser Zeitung: «Es stimmt, dass sich gerade die Vermögenden über zu hohe Steuern beklagen.» Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass die übermässige Belastung den Leistungswillen einschränke, was letztlich zum Schaden aller sei.
schwächerer Mitglieder der Gesellschaft hinweisen, wird schnell Neid
unterstellt; es wird behauptet, sie missgönnten anderen den Erfolg. Dieser Vorwurf wird typischerweise von solchen Gesellschaftsmitgliedern erhoben, denen es selbst gut geht und die gegebenenfalls anderen etwas abgeben müssten. Trotz ihres Wohlstands beklagen gerade sie sich gerne über die (zu) hohe Belastung mit Steuern und Abgaben. Wie sagte doch Bundesrat Villiger vor kurzem in einem Interview mit dieser Zeitung: «Es stimmt, dass sich gerade die Vermögenden über zu hohe Steuern beklagen.» Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass die übermässige Belastung den Leistungswillen einschränke, was letztlich zum Schaden aller sei.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
No
Publisher
GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH
Publisher place
Solothurn
Number
51
Start page
47
Subject(s)
Eprints ID
15862