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    Positive Futures – Die Hoffnungswerkstatt
    (Beltz Juventa, 2025-02-01) ;
    Lichtinger, Ulrike
    Wie können wir die Zukunft gemeinsam gestalten? Wie kann sich die neue Generation für eine Zukunft engagieren? Studien der letzten Jahre zeigen eindrucksvoll in welcher paradoxen Situation sich junge Menschen in der heutigen Zeit befinden. Auf der einen Seite sind Jugendliche in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ihrem Leben recht zufrieden und blicken eher zuversichtlich in die Zukunft (Krafft, 2023; Liz Mohn Center, 2023). Sobald man sie aber bittet, sich die Entwicklung der Gesellschaft und der Welt vorzustellen, haben die meisten eine sehr pessimistische Vorstellung der Zukunft (Schnetzer et al., 2023; Jugendstudie der TUI Stiftung, 2023). Viele befürchten, dass sich die aktuellen globalen Probleme in den kommenden Jahren verschärfen werden. Gleichzeit erleben viele Menschen eine gewisse Ausweglosigkeit und Ohnmacht, denn sie haben den Eindruck, nichts gegen die aktuellen Probleme und zukünftigen Herausforderungen unternehmen zu können (Eckersley, 2002; Hafeneger, 2023; Nordensvard, 2014; Rubin, 2002). Je unüberschaubarer, unkontrollierbarer und bedrohlicher sich die Welt darstellt, desto mehr lösen diese Erfahrungen negative Gefühle wie Hilfs- und Perspektivenlosigkeit aus (Lazarus, 1993; für eine Übersicht zum Thema „Eco Anxiety“ siehe Brophy et al., 2023). Wie die junge Generation die Welt und die Zukunft sieht, ob mit Hoffnung, Angst oder Gleichgültigkeit, wird ihr Denken und Handeln im Hier und Jetzt beeinflussen. Hoffnungen und Ängste bestimmen die Selbstwahrnehmung der eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Zukunftsperspektiven und Handlungsoptionen. Negative Zukunftsbilder können jungen Menschen die Begeisterung und Leidenschaft für ihre Aufgaben im Leben und ihren Platz in der Gesellschaft rauben (Eckersley, 1995). Zunehmender Individualismus gepaart mit dem Gefühl, die Welt würde auseinanderbrechen, entfacht die Sehnsucht nach Gemeinschaft, Heimat und Geborgenheit (Brunstad, 2002). Damit Jugendliche ihre gestalterische und schöpferische Energie auf sinnvolle Ziele hin mobilisieren, braucht es neue und kraftvolle Bilder einer wünschenswerten Zukunft, für die es sich einzusetzen lohnt. Aber erst wenn der Glaube und das Vertrauen in die Verwirklichung der gemeinsamen Wünsche gefestigt sind, werden Jugendliche sich trotz Hindernisse und Rückschläge für diese engagieren (Hicks, 2003; Krafft, 2022). Damit wird die Bedeutung von Hoffnung anstelle von Angst und Niedergeschlagenheit als grundlegende Triebkraft für Wachstum und Erneuerung offenkundig.
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